Das Bestellerprinzip im Immobilienverkauf

Neue Regelung seit 2020

Bereits seit 2015 gilt das Bestellerprinzip für die Vermietung von Wohnimmobilien. Das heißt konkret: Wer den Makler beauftragt, muss mindestens die Hälfte der Maklerkosten übernehmen.

Die Zielsetzung dieser neuen Gesetzesänderung besteht darin, private Immobilienkäufer beim Erwerb von Wohnimmobilien von den anfallenden Kaufnebenkosten zu entlasten und die Maklerkosten gerecht auf beide Seiten zu verteilen. Damit ist es nicht mehr gestattet, die gesamte Maklerprovision allein dem Käufer aufzuerlegen. Diese Regelung hat in vielen Bundesländern erhebliche Auswirkungen.

Die neue Regelung stellt sicher, dass, wenn der Makler für eine Partei kostenlos arbeitet, auch von der anderen Seite keine Provision verlangt werden kann. Dies gewährleistet eine faire Kostenverteilung.

Textform für Maklervertrag jetzt Pflicht

Zusätzlich verlangt die neue Gesetzgebung, dass Maklerverträge für den Verkauf von Wohnimmobilien zwingend in Textform abgeschlossen werden müssen. Mündliche oder stillschweigende Abkommen und Vereinbarungen reichen nicht mehr aus. Dies bringt insbesondere für Käufer ein bisher ungekanntes Maß an Sicherheit.

Umsetzung in der Praxis

Die neuen Gesetze bieten verschiedene Möglichkeiten für die vertragliche Gestaltung von Immobilienmaklern. Dabei gibt es faire Ansätze und einseitige Optionen. Wir empfehlen die „Doppelmakler“-Variante als langfristig beste Lösung, da sie sicherstellt, dass der Makler eine neutrale Position einnimmt und die Interessen beider Seiten wahrt.

Die Doppelmakler-Variante: Die gerechteste Lösung

In der Doppelmakler-Variante handelt der Immobilienmakler im Interesse beider Parteien, sowohl des Verkäufers als auch des Käufers, zu gleichen Teilen. Er übernimmt eine neutrale Vermittlungsposition zwischen dem Eigentümer und den Kaufinteressenten. Im Falle des Vertragsabschlusses erhalten der Makler von beiden Seiten eine Provision in identischer Höhe.

Einseitige Interessenvertretung des Verkäufers

In der Variante der einseitigen Interessenvertretung zugunsten des Verkäufers handelt der Immobilienmakler ausschließlich im Interesse des Verkäufers. Er erhält im Falle des Vertragsabschlusses eine Provision, die ausschließlich vom Verkäufer gezahlt wird.

Einseitige Interessenvertretung des Käufers

In der Variante der einseitigen Interessenvertretung zugunsten des Käufers handelt der Immobilienmakler ausschließlich im Interesse des Käufers. Er erhält im Falle des Vertragsabschlusses eine Provision, die ausschließlich vom Käufer gezahlt wird.

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